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Fünf typische Fehler bei Gewerbe-Mietverträgen

1. ungenaue Festlegung des Mietobjektes
Unter der Position "Mietgegenstand" stehen ungenaue Formulierungen, zum Beispiel "Ein Ladenlokal im Erdgeschoss des Hauses Parkstraße 3 in Mainz". Das kann zu Streitigkeiten über Räume und Flächen führen, zum Beispiel über Lagerräume, die zum Ladenlokal gehören.

Fügen Sie dem Mietvertrag als Anlage einen Grundrissplan bei, auf dem das Mietobjekt genau eingezeichnet wird. Markieren Sie Freiflächen, die zum Mietgegenstand gehören, zum Beispiel Kfz-Stellplätze oder den Hofbereich. So wissen Sie als Mieter genau, für welche Flächen Sie verantwortlich sind. Sie haben die so genannte "Verkehrssicherheitspflicht": Sie sind also verantwortlich dafür, dass mögliche Gefahrenquellen beseitigt werden.

Erstellen Sie außerdem ein genaues Inventar-Verzeichnis, falls Einrichtungsgegenstände mit vermietet werden. Nehmen Sie dieses Verzeichnis als Anlage zum Mietvertrag.

2. keine Regelung für Reklameschilder
Grundsätzlich haben Sie als Mieter keinen Anspruch darauf, Werbeschilder oder Leuchtreklamen außerhalb ihrer angemieteten Räume anzubringen. Das setzen viele Mieter aber voraus – und wundern sich, wenn der Vermieter die entsprechenden Flächen nur gegen Bezahlung freigeben will.

Legen Sie im Vertrag genau fest, wo Sie welche Werbeschilder anbringen möchten. Empfehlung: Beschreiben Sie die geplanten Maßnahmen (Abmessungen, farbliche Gestaltung, Stromanschluss usw.) und halten Sie auch dies als Anlage fest. Stellen Sie im Vertrag klar, dass dieses Recht mit dem Mietzins bereits abgegolten ist.

Verpflichten Sie den Vermieter im Vertrag außerdem dazu, Sie bei der Beschaffung der behördlichen Genehmigungen für Werbetafeln zu unterstützen. Zum Beispiel sollte er in seiner Eigenschaft als Eigentümer alle erforderlichen Erklärungen gegenüber der Behörde abgeben.

Regeln Sie auch, wer für die Demontage der Werbeschilder und für die Spuren-Beseitigung verantwortlich ist. In der Regel hat der Mieter alle Kosten zu tragen.

3. fehlende Regelung betreffend behördlicher Auflagen
Vereinbaren Sie, dass der Vermieter dafür verantwortlich ist, behördliche Auflagen in Ihren Mieträumen zu erfüllen: Wenn er einen entsprechenden Mietzins vereinnahmt, zum Beispiel für den Betrieb einer Gaststätte, dann muss er auch sicher stellen, dass diese Räumlichkeiten genutzt werden können.

4. Instandhaltungs-Verpflichtungen nur bei Mietern
In vielen Gewerbe-Mietverträgen findet sich unter der Position "Instandhaltung" die Regelung, dass der Vermieter für "Dach und Fach" zuständig ist, während der Mieter sich um den Rest kümmern muss.

Darunter versteht man die so genannte Außenhaut eines Gebäudes, zum Beispiel Dachflächen und Fassade einschließlich der Außenseite der Fenster und der Eingangstür sowie die tragenden Teile eines Gebäudes, zum Beispiel Pfeiler und Träger.

Sie als Mieter wären also für das gesamte "Innenleben" des Gebäudes verantwortlich. Achten Sie darauf, dass Ihnen nur die so genannten Schönheitsreparaturen wie Ausbesserungen und Anstricharbeiten obliegen.

Die gesamte sonstige Instandhaltungs-Verpflichtung sollte in den Verantwortungsbereich des Vermieters fallen.

5. Mieter soll Grundsteuern zahlen
Es gibt keine gesetzliche oder sonstige Verpflichtung des Mieters, die Grundsteuer und die Gebäude-Versicherung anteilig mit zu tragen.

Verhandeln Sie frei, welche einzelnen Betriebskosten Vermieter und Mieter übernehmen. Betriebskosten wie Heizung, Wasser, Reinigung oder Müllentsorgung sollten dem Mieter zugerechnet werden: Er nutzt das Objekt und produziert somit die Kosten.

Dagegen fallen Grundsteuer und Gebäudeversicherung beim Eigentümer an: Es ist nicht erkennbar, warum der Mieter diese "Eigentumskosten" übernehmen soll.

Quelle: www.mittelstanddirekt.de